Fragen und Antworten zur Implantat-Behandlung

Der Tätigkeitsschwerpunkt unserer Zahnarztpraxis in Kiel liegt auf der Implantologie. Dr. Stefan Wegner ist Spezialist für Prothetik und verfügt über mehr als fünfzehn Jahre Erfahrung in der Implantologie.

Mehr über Zahnimplantate erfahren!


Wie lange halten Implantate?

Seit etwa 30 Jahren wird die Dauerhaltbarkeit von Implantaten in Langzeitstudien untersucht. Die bisherigen Ergebnisse sind ermutigend und lassen vermuten, dass bei guter Mundhygiene und regelmässiger Überwachung fachmännisch gesetzte Implantate ein Leben lang halten können.


Kann jeder Patient mit Implantaten versorgt werden?

Im Prinzip ja, von einigen seltenen Erkrankungen einmal abgesehen. Das Alter spielt keine Rolle: Implantate haben bei alten Menschen die gleichen guten Erfolgschancen wie bei jungen Patienten. Eine gute Mundhygiene muss allerdings gewährleistet sein.


Welche Vor- und Nachteile haben Dentalimplantate?

Vorteile:

Mit Implantaten kann festsitzender ästhetischer Zahnersatz auch in solchen Fällen realisiert werden, in denen andernfalls nur herausnehmbare Prothesen möglich wären. Ausserdem ist im Gegensatz zur Brückenprothetik kein Beschleifen der Nachbarzähne notwendig. Implantate verhindern Knochenschwund und Vollprothesen erhalten durch Implantate einen festen Sitz.

Nachteile:

Die Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs kann als Nachteil empfunden werden, ebenso die Zeitspanne, während der die Implantate (ausser bei Sofortbelastung) einheilen müssen. Auch können bisweilen Implantatbehandlungen höhere Kosten verursachen als konventionelle Prothesen oder Brücken.

Bevor man sich zu einer Implantation entschliesst, müssen Vor- und Nachteile einer solchen Behandlung im Einzelfall gegeneinander abgewogen werden.


Ist die Implantation schmerzhaft? Was muss ich nach dem Eingriff erwarten?

Der Eingriff ist in örtlicher Betäubung völlig schmerzlos, auf Wunsch kann auch mit zusätzlicher Sedierung (Dämmerschlaf) oder Vollnarkose operiert werden. Auch nach der Operation sind nur leichte Schmerzen für wenige Tage zu erwarten, die problemlos mit Schmerzmitteln kontrolliert werden können. Eine mehr oder weniger ausgeprägte Schwellung während 3-5 Tagen ist normal, gelegentlich kann es auch zu Hämatomen (Blutergüssen) kommen, die sich jedoch rasch zurückbilden.


Wie lange müssen die Implantate einheilen, und kann ich in der Einheilphase Zahnersatz tragen?

Je nach Knochenqualität, Anzahl, Länge und Durchmesser der Implantate ist die Zeit, in der die Implantate unbelastet einheilen, unterschiedlich lang: Bei idealen Verhältnissen und mehreren stabilen Implantaten kann sogar manchmal eine Sofortbelastung erfolgen. Andernfalls vergehen meist 6-12 Wochen, bis die Implantate freigelegt und belastet werden können. Ist ein Knochenaufbau erforderlich, so verlängert sich die Einheilphase auf ca. 6 Monate. Wir stellen meist schon vor der Implantation einen provisorischen Zahnersatz her, der normalerweise gleich nach dem Eingriff eingesetzt wird, so dass der Patient zu keinem Zeitpunkt ohne Zähne ist.


Muss man für jeden verlorengegangenen Zahn ein Implantat setzen?

Nein, es sind auch Brücken auf Implantaten möglich, bei denen fehlende Zähne mit Brückengliedern ersetzt werden können.


Werden Implantate von der Krankenkasse übernommen?

Für gesetzlich versicherte Patienten kann der Zuschuss für die sog. Regelversorgung bei der prothetischen Versorgung der Implantate auf die Kosten angerechnet werden. Außerdem zahlen fast alle Zusatzversicherungen einen Zuschuss für die Behandlungskosten. Patienten mit einer privaten Krankenversicherung bekommen entsprechende des individuellen Versicherungsvertrags einen Großteil der Kosten erstattet.


Braucht man für Zahnimplantate eine Vollnarkose?

Da der Eingriff schmerzlos in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann, ist im Prinzip eine Narkose für einfache Implantationen nicht notwendig. Lediglich bei grösseren Operationen mit Implantaten in beiden Kiefern und Knochenaufbauten kann eine Behandlung in Vollnarkose angezeigt sein. Es gibt jedoch viele Patienten, die es bevorzugen, gar nichts von ihrer Behandlung mitzubekommen und daher gerne die von uns als Option angebotene Narkosebehandlung wählen.


Wie lange ist man arbeitsunfähig nach einer Implantation?

Das hängt entscheidend vom Umfang des Eingriffs ab: Nach einer einfachen Einzelzahn-Implantation können Sie im Normalfall sofort wieder arbeiten. Nach grösseren Operationen sollten Sie sich 2-3 Tage ausruhen und schonen.


Kann man in jedem Alter Implantate setzen?

Bei Jugendlichen darf erst implantiert werden, wenn das Kieferwachstum abgeschlossen ist, also ab etwa 18 Jahren. Bei Erwachsenen gibt es keine Altersgrenze nach oben, statistisch sind Implantate bei alten Menschen genauso erfolgreich, wie bei jungen, da die Fähigkeit des Knochens zur Integration des Implantates mit zunehmendem Alter nicht schwindet. Eine akkurate Mundhygiene sollte aber in jedem Fall gewährleistet sein.


Ist bei starkem Knochenschwund noch eine Implantatbehandlung möglich?

Unter Knochenschwund versteht man normalerweise die sogenannte Osteoporose, eine speziell bei Frauen häufige Erkrankung, bei der der Knochen seine Stabilität verliert. Von der Osteoporose kann auch der Kieferknochen betroffen sein. In den meisten Fällen kann man aber trotz Osteoporose implantieren. Es müssen eventuell bei grösseren Brücken mehr Implantate eingesetzt werden, die über eine längere Zeit unbelastet einheilen sollten, um einer Überlastung vorzubeugen. Manchmal versteht man unter "Knochenschwund" auch eine lokale Rückbildung des Kieferknochens, z.B. nach einer Parodontalerkrankung oder bei zahnlosen Kieferabschnitten. Diesen Knochenrückgang bezeichnet man auch als Atrophie. Wenn durch die Knochenatrophie nicht mehr genug Knochen zum Einpflanzen von Implantaten vorhanden ist, kann ein Knochenaufbau helfen.


Schadet Rauchen den Implantaten?

Heute ist bekannt, dass starke Raucher (mehr als 10 Zigaretten/Tag) ein höheres Risiko haben, Implantate zu verlieren als Nichtraucher. Insbesondere bei grösseren Eingriffen mit Knochenaufbauten ist das Komplikationsrisiko bei Rauchern deutlich erhöht. Wir empfehlen daher unseren rauchenden Patienten, vor einer Implantatbehandlung das Rauchen aufzugeben.


Können Zahnimplantate vom Körper abgestossen werden?

Titan ist ein extrem biokompatibles Material, das im Knochen keine Fremdkörperreaktion auslöst. Ebenso wenig gibt es Allergien gegen Titan. Eine echte Abstossungsreaktion ist daher nicht möglich. Wenn Implantate locker werden und verloren gehen, ist das normalerweise auf Überlastung des Knochens (z.B. zu kurze Einheilzeit) oder auf bakterielle Infektionen zurückzuführen.


Gibt es Qualitätsunterschiede bei Implantaten?

Es gibt unzählige Implantathersteller auf dem Markt, aber nur wenige Systeme haben wissenschaftliche Langzeit-Studien vorzuweisen. Die von uns verwendeten Implantate der Firmen Camlog sind bestens dokumentiert. Ausserdem ist bei diesem deutschen Hersteller die Ersatzteilversorgung langfristig gesichert, was extrem wichtig sein kann, wenn z.B. nach zehn Jahren ein Verbindungsschräubchen ausgetauscht werden muss.


Was ist von Werbesprüchen wie "Festsitzende Zähne in einem Tag" zu halten?

Bekanntlich entsprechen die in der Werbung gemachten Versprechungen nicht immer der Realität. Die Sofortbelastung der frisch gesetzten Implantate mit einer festsitzenden provisorischen Brücke bringt dem Patienten erhebliche Vorteile: bedeutend mehr Kaukomfort in der Heilungsphase, der Verzicht auf herausnehmbare Provisorien und eine deutliche Zeitersparnis. Diese Vorteile müssen aber in jedem Einzelfall mit den potentiellen Risiken abgewogen werden, die nicht unterschätzt werden dürfen. Wichtig ist auch, dass der behandelnde Implantologe über grosse Erfahrung mit der Sofortbelastung von Implantaten verfügt. In unserer Praxis wenden wir diese Methode in ausgewählten Fällen an, in denen die Vorteile für den Patienten ganz klar überwiegen.


Wie muss ich meine Implantate pflegen?

Im Grunde gilt für Implantate die gleiche Regel wie für eigene Zähne: Gute Mundhygiene wird empfohlen und zahlt sich aus. Der Gebrauch von Interdental- (Zwischenzahn) Bürstchen ist hilfreich, um die Bereiche zwischen den Implantaten sauber zu halten. Unsere erfahrenen Dentalhygienikerinnen helfen Ihnen gerne und werden Sie in der korrekten Anwendung der verschiedenen Hilfsmittel unterweisen.